Schlaganfall Therapie
Schlaganfall Therapie
 
Electromyographic controlled neuromuscular electrical stimulation of paralyzed muscles


Wissenschaftliche Artikel und Auszüge aus Artikeln zum Thema Electromyographisch regulierte neuromuskuläre elektrische Stimulation.

Sie finden hier eine Auswahl an Auszügen, Artikel und Referenzen, einschliesslich doppelt-blind und placebo-kontrolliert, zum Thema Elektromyographisch regulierte neuromuskuläre elektrische Stimulation. Diese Informationen wurden mit dem Ziel gesammelt, den Nutzen von der Anwendung von EMG getriggerter NMES zu zeigen.

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Techniken zur Verbesserung der Funktion von Arm und Hand bei chronischer halbseitiger Lähmung (Hemiparese)

Elektromyographisch getriggerte elektrische Muskelstimulation für chronische halbseitige Lähmung (Hemiparese)

Chronische motorische Funktionsstörungen nach einem Schlaganfall

Elektromyographisch getriggerte neuromuskuläre Stimulation zur Verbesserung der Armfunktion bei akuten Schlaganfallüberlebenden: eine randomisierte Pilotstudie

Angewendete mentale Training motorischer Fähigkeiten bei der Rehabilitation nach Schlaganfall hat eigene Wirkungen auf die zentrale Nervenaktivierung

Behandlung halbseitiger Lähmung mittels einer von Imagination abhängiger EMG getriggerten Muskelstimulation

Zwei kombinierte Protokolle zur motorischen Erholung sind besser als eine elektromyographisch getriggerte neuromuskuläre Stimulation und bilaterale Bewegungen

Elektrostimulation für Schlaganfall-Rehabilitation: Mechanismus und Auswirkung

EMG-regulierte Stimulation für Schlaganfall-Rehabilitation



Biofeedback und funktionelle elektrische Stimulation bei der Rehabilitation nach einem Schlaganfall

Doppeltherapie hat sich als Hilfe für die Erholung von einem Schlaganfall erwiesen

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Techniken zur Verbesserung der Funktion von Arm und Hand bei chronischer halbseitiger Lähmung (Hemiparese)

Kurzfassung: Wir haben den funktionellen Fortschritt im Arm von chronischen (mehr als sechs Monate andauernden) Schlaganfallpatienten evaluiert, die entweder eine von zwei elektrischen Stimulationsbehandlungen oder eine konventionelle Behandlung oder überhaupt keine Behandlung erhalten haben. Zwei-und-zwanzig rechtshändige Patienten sind einer von vier Gruppen zugeteilt worden, die über eine Zeitspanne von 12 Monaten nach Abschluss der Behandlung einer Studie unterzogen worden sind.
Die Versuchspersonen erhielten
  • EMG-initierte elektrische Stimulation an den Streckmuskeln des Handgelenkes (EMG Stimulation)
  • schwache elektrische Stimulation an den Streckmuskeln des Handgelenkes kombiniert mit bewusster Kontraktion der Muskeln (B/B).
  • proprioceptive neuromuskuläre facilitation (PNF) –Übungen (bis anhin angewendete neuromuskuläre Erleichterungsübungen
  • Keine Behandlung (Kontrollgruppe)
    Die Versuchsgruppen wurden drei Monate lang behandelt. Vor der Behandlung, nach Abschluss der Behandlung sowie drei und neun Monate nach der Behandlung wurden die Versuchspersonen mit dem Fugl-Meyer (FM) Test für motorische Erholung nach einem Schlaganfall sowie anhand der Griffstärke evaluiert. Während der Evaluationssessionen haben die Versuchspersonen auch versucht, drei Jebsen-Taylor Handfunktionstests sowie einen Fingertippen-Test zu machen. Viele waren jedoch unfähig, diese Tests bis zum Schluss durchzuführen. Während der Behandlungszeit verbesserte sich der FM Punktestand bei der PNF-Gruppe um 18%, bei der B/B-Gruppe um 25%, und bei der EMG-Stimulationsgruppe um 42%. Der gesamte FM Fortschritt der behandelten Gruppen vom Zeitpunkt vor der Behandlung bis nach der Behandlung war beachtlich, wobei dieser Fortschritt auch anlässlich der Nachuntersuchugen nach drei und dann neun Monaten bewahrt wurde (alle p < .005). Auch die Griffstärke der Patienten wurde bei beiden Nachuntersuchungen beibehalten (p .10). Im Gegensatz dazu zeigte die Kontrollgruppe keine bedeutenden Veränderungen im FM Punktestand oder in der Griffstärke. Bei den vier behandelten Versuchspersonen, die fähig waren, den Handfunktionstest und Fingertippen-Test bei allen vier Evaluationen bis zum Schluss durchzuführen, verbesserten sich die Ergebnisse in diesen Tests ebenfalls. Daraus lässt sich schliessen, dass chronische Schlaganfallpatienten funktionelle Fortschritte erzielen und auch beibehalten können, besonders wenn elektrische Stimulationstechniken mit bewusstem Einsatz kombiniert werden.

    George H. Kraft MD et.al. Arch Phys Med Rehabilitation
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    Elektromyographisch getriggerte elektrische Muskelstimulation für chronische halbseitige Lähmung (Hemiparese)

    Elektromyographisch getriggerte elektrische Muskelstimulation (EMS) kombiniert mit konventioneller Behandlung wurde bei 69 aufeinanderfolgenden Schlaganfall Patienten evaluiert, deren halbseitige Lähmung vor 4 Monaten bis 14 Jahren eingetreten ist. Bei sechs Versuchspersonen gab es anfänglich in den angezielten Muskeln keine willentliche Rest-Aktivität, und alle Patienten hatten sich einer konventionellen Therapie unterzogen und dabei nur einen kleinen oder gar keinen funktionellen Fortschritt erzielt. Die verschriebene Behandlung (Compliance der Patienten war oft unzulänglich) bestand in einer über mehrere Monate dauernden Therapie mit vier bis fünf Sessionen pro Woche, anfänglich mit besonderem Schwerpunkt auf Streckung des Handgelenkes und/oder Fuss dorsiflexion, und zu einem späteren Zeitpunkt oftmals mit zusätzlichen Bewegungen. Während den 30 bis 300 Bewegungensversuchen pro Session, triggerten EMGs, die eine im voraus festgelegte Schwelle überstiegen, sofortige Stimulation und erzwangen dabei Vollendziehung der Bewegung. Im Laufe der Sessionen zeigten die Patienten im allgemeinen bedeutend verbesserte willkürliche EMG Fähgikeiten, die normalerweise im Verhältnis zu der Häufigkeit der Behandlungssitzungen standen. Parallele Fortschritte wurden auch betreffend subjektiv eingestuften funktionellen Messungen des Aktionsradius und der ambulation festgestellt. Motivation war sehr wichtig für einen Erfolg. Unbedeutend waren jedoch Seite und Art des Schlaganfalles, das Alter sowie der Zeitabstand seit dem Schlaganfall. Die erzielten Fortschritte war oft weit besser als diejenigen, die mit vorherigen konventionellen Therapien erzielt worden sind. Was Mechanismen anbetrifft, wird die kinästhetische Wahrnehmung als wesentlich für von Schlaganfall gestörten sensomotorischen Beherrschung/Kontrolle angesehen. Ziel der EMG-getriggerten EMS ist es, den Wiedererlernprozess im Hirn durch Wiederherstellung von eigene zeitbeschränkte kinästhetische Wahrnehmung für jeden Versuch einer Bewegung zu verbessern. Klinische Resultate entsprachen dieser Theorie.
    R.W. Fields, Arch. Phys. Med. Rehabilitation
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    Chronische motorische Funktionsstörungen nach einem Schlaganfall

    Kurzfassung: Rehabilitation der Handgelenk- und Fingerextension mittels elektromyograpisch getriggerte neuromuskuläre Stimulation.
    Hintergrund und Zielsetzung: Nach einem Schlaganfall leiden viele Personen an chronischen einseitigen motorischen Funktionsstörungen in der oberen Extremität. Dies beeinträchtigt ihre funktionelle Bewegungsbeherrschung bedeutend. Ziel dieser Studie ist es, die Auswirkung von elektromyograpisch getriggerter neuromuskulärer elektrischer Stimulation auf die Handgelenk- und Fingerstreckmuskelexttremitäten festzulegen bei Personen, die vor mehr als einem Jahr einen Schlaganfall erlitten hatten.
    Methodik: Elf Personen haben sich freiwillig zur Beteiligung an dieser Studie zur Verfügung gestellt und sind randomisiert entweder der Versuchsgruppe mit elektromyograpisch getriggerten neuromuskulären Stimulation (7 Personen) oder der Kontrollgruppe (4 Personen) zugeteilt worden. Nach Abschluss eines Vortests, der 5 motorische Fähigkeitstest umfasste, unterzogen sich die Versuchspersonen (Personen, die einen Schlaganfall erlitten haben) 12 Behandlungssessionen (Dauer jeder Session: 30 Minuten), entsprechend ihrer Gruppenzuteilung. Nach Abschluss von 12 Sessionen, während welchen die Kontrollpersonen versucht haben, Handgelenk- und Fingerextension zu erzielen ohne externe Hilfe, wurden diese wiederum getestet. Danach wurden ihnen 12 Rehabilitationsbehandlungs-Sessionen gegeben.
    Ergbnis: Der "Box and Block Test" und die Aufgabe zur Kranfterzeugung (aufrechterhaltene muskuläre Kontraktion) zeigten beachtenswerte Ergebnisse (P < 0.05). Die Versuchsgruppe hat nach der Rehabilitationsbehandlung bedeutend mehr Klötze herumgeschoben und einen höheren isometrischen Kraftimpuls gezeigt.
    Schlussfolgerungen: Zwei Beweisrichtungen befürworten eindeutig die Anwendung einer elektromyographisch getriggerten neuromuskulären elektrischen Stimulationsbehandlung zur Rehabilitation der Bewegungsfähigkeit der Handgelenk- und Fingerextension bei halbseitig gelähmten Personen, deren Schlaganfall sich vor mehr als einem Jahr ereignet hat. Das Behandlungsprogramm verringerte motorische Funktionsstörungen und verbesserte die motorischen Fähigkeiten dieser Gruppe von Schlaganfallpatienten.
    J. Cauraugh, PhD. et. al. Journal Physiotherapy
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    Elektromyographisch getriggerte neuromuskuläre Stimulation zur Verbesserung der Armfunktion bei akuten Schlaganfallüberlebenden: eine randomisierte Pilotstudie

    Zielsetzung: Evaluieren der Wirksamkeit von elektromyographisch (EMG) getriggerter neuromuskulärer Stimulation (EMG Stimulation) als Mittel zur Verbesserung der motorischen und funktionellen Erholung der oberen Extremitäten bei akuten Schlaganfallüberlebenden.
    Entwurf: Ein randomisierter single-blind klinischer Pilotversuch.
    Umgebung: Unabhängige stationäre Rehabilitionsanlage. Patienten: neun Versuchspersonen, alle spätestens 6 Wochen nach ihrem erstmaligen unifokale nicht hämorrhagische Schlaganfall wurden randomal entweder einer EMG Stimulation (Anzahl: 4) oder einer Kontrollgruppe (Anzahl: 5) zugeteilt. Alle Versuchspersonen zeigten ein wahrnehmbares EMG Signal (> 5µV) an der Oberfläche der paretischen Extensor carpi radialis und freiwillige Handgelenk Bewegung synergetisch oder separat entsprechend Muskelkraftgrad
    Behandlung: Allen Versuchspersonen erhielten während ihres Aufenthaltes im Rehabilitationszentrum täglich zwei 30-minütige Sessionen mit Übungen zur Stärkung des Handgelenkes, je nach Gruppe mit (Versuchsgruppe) oder ohne (Kontrollgruppe) EMG Stimulation.
    Wichtigste Ergebnis-Messwerte: Zu Studienbeginn und bei der Entlassung wurden die folgenden Bereiche evaluiert: Fugl-Meyer motorische Evaluierung für obere Extremität und vom Funktionellen Unabhängigkeitsmessung (Functional Independence Measure - FIM) die folgenden Punkte: selbstständiges Essen, ein gepflegtes Äusseres und Ankleidung des oberen Körperteils.
    Ergebnisse: Versuchspersonen, die mit EMG Stimulation behandelt worden sind, zeigten weit grösseren Punktegewinn in der Fugl-Meyer (27.0 gegen 10.4; p= 0.5) und der FIM (6.0 gegen 3.4; p= .02) im Vergleich zur Kontrollgruppe.
    Schlussfolgerung: Die Daten deuten darauf hin, dass EMG Stimulation die Armfunktion bei akuten Schlaganfallüberlebenden verbessert.
    G. Francisco, MD et.al OTR. Arch. Phys. Med. Rehabilitation
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    Angewendete mentale Training motorischer Fähigkeiten bei der Rehabilitation nach Schlaganfall hat eigene Wirkungen auf die zentrale Nervenaktivierung

    In den letzten Jahren hat sich erwiesen, dass die Anwendung von EMG getriggerten elektrischen Myostimulation (ETEM) bei der Rehabilitation nach einem Schlaganfall gute Resultate erzielt. Es wurde die Hypothese erstellt, dass die mittels ETEM erzielten Wiedererlern-Effekte auf die Wiederherstellung eines proprioceptive Feedbacks zurückzuführen sind. Diese Technik ist jedoch am wirksamsten, wenn die Imagination motorischer Handlungen (das sogenannte mentale Training) als beginnender Teil der ETEM angewendet wird. Angesichts der Tatsache, dass das mentale Training bei gesunden Menschen sowohl zu zentralen Nervenaktivierungsverfahren als auch zur Verbesserung der motorischen Fähigkeiten führt, haben wir die Auswirkungen des mentalen Trainings mittels EEG bei Schlaganfallpatienten einzig auf die zentrale Nervenaktivität untersucht. Zwölf linksseitig gelähmte Patienten, die eine spezifische Schlaganfall-Rehabilitationsbehandlung erhalten haben, wurden aufgefordert, eine einfache Folge von Armbewegungen auszuüben. In der nachfolgenden Phase des mentalen Trainings wurden die Patienten aufgefordert, sich dieselbe Folge von Bewegungen ohne tatsächliche Bewegungen vorzustellen. Während Ruhefase und Imaginationsphase wurde die EEG Hintergrundsaktivität aufgezeichnet. Nach Auswertung innerhalb des Alpha- and Beta-1 Band-Bereiches wurden die Unterschiede zwischen Ruhe- und Imaginationszeiten zur Auswertung evaluiert. Bei Schlaganfallpatienten war während dem mentalen Training ein bedeutender Rückgang der Alpha- sowie Beta-1 Magnitude im Vergleich zur Ruhezeit festzustellen. Diese Veränderungen gleichen den Veränderungen bei gesunden Versuchspersonen. Central Alpha Magnitude verminderte sich nur während Imagination des contralaterale Armes. Dieses Phänomen sowie der Rückgang an beta-1 Magnitude in der zentralen Derivation wurden auch während der tatsächlichen Ausführung motorischer Bewegungen erzielt, was möglicherweise auf eine Aktivierung der sensomotorischen Hirnrinde hindeutet. Gemäss der Hypothese des inneren Feedback-Mechanismus ist diese Aktivierung eine erforderliche Voraussetzung für das motorische Lernen während des mentalen Trainings. Wir schliessen daraus, dass das mentale Training motorischer Fähigkeiten bei der Schlaganfall-Rehabilitation eigene Wirkungen hat.
    T. Weiss et.al. International J. Neuroscience
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    Behandlung halbseitiger Lähmung mittels einer von Imagination abhängiger EMG getriggerten Muskelstimulation

    Kurzfassung: Die gedankliche Vorstellung einer Bewegung erhöht die elektrische Aktivität gelähmter Muskeln. Mittels eines Gerätes wird diese veränderte Aktivität dazu benützt, Impulse mit Niederfrequenz zu erzeugen, welche wiederum dazu benützt werden, eine Kontraktion des spastischen antagonistischen Muskels auszulösen. Auf diese Art umgeht die von der Imagination abhängige Muskelstimulation – durch EMG getriggert – die spastischen Bewegungsmuster. Der Patient wird mittels der beschriebenen Methode dazu fähig, vergessene Bewegungen wiederzuerlangen. Während der akuten Phase nach einem Schlaganfall war es für einen Drittel unserer Patienten (n=40) zutreffend. Eine andere Gruppe bestand aus ambulanten Patienten (n=20). Bei 18 dieser Patienten wurde nach sechs-monatiger Behandlung eine funktionelle Verbesserung des gelähmten Armes erzielt.
    J. Danz Physikalische Medizin
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    Zwei kombinierte Protokolle zur motorischen Erholung sind besser als eine, Elektromyographisch getriggerte Neuromuskuläre Stimulation und bilaterale Bewegungen

    Hintergrund und Zielsetzung: Überwindung einer chronischen halbseitigen Lähmung infolge eines zerebralen Hirninfarktes kann für viele Patienten äusserst schwierig sein, besonders in der Phase nach den ersten 12 Monaten. Mit Hilfe erwiesener Theorien zur motorischen Beherrschung hat die gegenwärtige Studie Elektromyographisch (EMG) getriggerte neuromuskuläre Stimulation und bilaterales Koordinationstraining untersucht.
    Methoden: Fünf-und-zwanzig Versuchspersonen haben sich zur Teilnahme an dieser Studie über Protokolle zur motorischen Erholung zur Verfügung gestellt. Die Versuchspersonen sind willkürlich einer von drei Gruppen zugeteilt worden:
    1 – kombiniertes Protokoll bestehend aus EMG getriggerter Stimulation und bilateralen Bewegungen (n=10);
    2 – EMG getriggerte Stimulation und unilaterale (einseitige) Bewegungen (n=10);
    3 – Kontrollgruppe (n=5).
    Alle Teilnehmer erhielten 6 Stunden Rehabilitation während einer Zeitspanne von 2 Wochen, gemäss ihrer Gruppenzuteilung. Die motorischen Fähigkeiten des Armgelenkes und der Finger wurden aufgrund von 3 Kategorien motorischer Aufgaben in einem Vortest – Nachtest Kontrollgruppenmuster evaluiert.
    Ergebnisse: Bedeutende Ergebnisse in (1) der Anzahl herumgeschobener Klötze in einer funktionellen Aufgabe, (2) den chronometrischen Reaktionszeiten für die effektive Auslösung von Bewegungen, und (3) der Fähigkeit, Muskelkontraktionen aufrechtzuerhalten haben alle für die Gruppe des kombinierten Protokolles bestehend aus zweiseitigem Bewegungstraining und EMG getriggerter neuromuskulärer Stimulation gesprochen. Ausserdem hat die einseitige Bewegung/Stimulationsgruppe die Kontrollgruppe in der Anzahl herumgeschobener Klötze und schnellen Auslösung von Muskelkontraktionen übertroffen.
    Schlussfolgerungen: Dieser neue Beweis überzeugt darin, dass die Versuchspersonen in der Gruppe des kombinierten Protokolles in allen drei Kategorien von Aufgaben verbesserte willentliche motorische Beherrschung aufzeigen konnten. Mit der Erweiterung ihres motorischen Repertoires ist bei den Schlaganfall-Patienten die chronische einseitige Lähmung im Handgelenk und den Fingern bedeutend zurückgegangen.
    Cauraugh J.H. et.al. Journal: Stroke
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    Elektrostimulation für Schlaganfall-Rehabilitation: Mechanismus und Erfolg

    Zielsetzung: Ziel dieses Projektes ist die Evaluierung der Wirksamkeit der mittels EMG regulierten neuromuskulären Stimulation als Hilfsmittel zur besseren motorischen Erholung der oberen Extremität bei chronischen Schlaganfallüberlebenden. Weiter sollte festgelegt werden, ob die mittels EMG regulierte neuromuskuäre Stimulation ihre Wirkung auf die motorische Erholung mittels zentralen Mechanismen verbessert.
    Methodologie: Die erste Phase dieser Studie sollte neurophysiologische Messungen der Hirnfunktion bestimmen, die mit objektiven Messungen motorischer Störungen in Beziehung stehen. Chronische Schlaganfallüberlebende werden mittels obejktiver Messungen der motorischen Störungen (aktiver Bewegungsradius, Fugl-Meyer motorische Evaluation und EMG Auslösungs- und Abschalt-Charakteristiken) und mittels neurophysiologischer Messungen der zentralen motorischen Funktionen (PET, Transcorticale Magnetiche Stimulation und Somatosensorische Evoked Potentials) evaluiert werden.
    Die zweite Phase wird aus einem einen single-blinded, randomisierten klinischen Versuch zur Evaluierung der die in Phase I festgestellten Störungen und Messungen der zentralen motorischen Funktionen bestehen.
    Ablauf: 20 chronische Schlaganfallüberlebende werden über eine Zeitdauer von 2 Jahren in Phase I einbezogen werden, und 34 chronische Schlaganfallüberlebende in Phase II für eine Zeitdauer von 3 Jahren.
    Auswirkungen: Diese Studie wird zeigen, dass mittels EMG regulierte nueromuskuläre Stimulation die motorische Erholung bei chronischen Schlaganfallpatienten optimiert, and dass die motorische Erholung durch zentrale Mechanismen herbeigeführt wird. Die vorgeschlagene Intervention könnte sowohl bei akuten Schlaganfallüberlebenden als auch bei andern Arten von zerebralen motorischen Störungen, wie z.B. eine traumatische Hirnverletzung, Zerebralparese und Multiple Sklerosis, wirksam sein. Mittels EMG regulierte neuromuskuläre Stimulation könnte auch bei der motorischen Erholung der unteren Körperteile wirksam sein. Schlussendlich könnten die für die Evaluierung der zentralen motorischen Funktionen entwickelten Techniken auch in der Evaluierung von anderen Interventione der Schlaganfallrehabilitation nützlich sein.
    John Chae MD et.al. Center for Physical Medicine and Rehabilitation University of Cleveland, USA
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    EMG-regulierte Stimulation für Schlaganfall-Rehabilitation

    Zielsetzung: Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung eines Gerätes, welches den motorischen Wiedererlernprozess für Schlaganfallüberlebende erleichtert. Das Gerät sollte schwache elektromyograpische (EMG) Signale wahrnehmen können, die von einem paretischen Muskel erzeugt werden und folglich an diesen Muskel Stimulationsströme leiten und damit eine starke Muskelkontraktion auslösen. Das Gerät wird die folgenden Bestandteile umfassen: ein Satz Elektroden zur Wahrnehmung und Stimulation sowie elektronische Schaltkreise zur Verarbeitung von Signalen und zur Auslösung von Anreizen.
    Methodologie: Zielsetzung der ersten Phase ist die Herstellung eines Prototyp Gerätes, und dieses dann zu evaluieren. Dabei werden wir zuerst eine dreipolige intramuskuläre Elektrode entwickeln, die sich sowohl zur EMG Wahrnehmung als auch zur Muskelstimulation eignet. Diese Elektrode sollte einen Durchmesser haben der genug klein ist, um mit einer hypodermischen Nadel percutan implantiert zu werden. Ausserdem muss die Elektrode genügend widerstandsfähig sein, um Muskelkontraktionen standzuhalten ohne dabei beschädigt zu werden, und dies für eine Dauer von mindestens 4 Wochen. Im weiteren muss sie auch genügend biegsam sein und mit einem Verankerungs-Mechanismus versehen werden, der dazu fähig ist, die angestrebte Position für diese selbe Zeitspanne inne zu halten. Danach werden wir elektronische Schaltungen entwickeln. Diese werden dann an die dreipolige intramuskuläre Elektrode angeschlossen und sollten dann auf verlässliche Weise dazu fähig sein, EMG Signale wahrzunehmen und Stimulationsimpulse an den angezielten Muskel zu leiten. Der Messungs-Schaltkreis muss auch dazu fähig sein, äusserst schwache EMG Signale in einem paretischen Muskel wahrzunehmen, in einem Grössenumfang von 1 µV, und gleichzeitig über eine starke Immunität verfügen zu dem sehr starken Stimulationsartifakten, die in einem paretischen Muskel mittels Stimulationsstrom erzeugt worden ist. Der Messungs-Schaltkreis sollte balanziert, Stromregulierend, biphasiche Impulse erzeugen können für eine sichere und wirksame intramuskuläre Stimulation. Schlussendlich werden wir die Leistung des Messungs-Stimulations-Systems bei drei Schlaganfallüberlebenden evaluieren. Die Implantation der intramuskulären Elektrode sollte für den Arzt ein einfaches Verfahren sein und vom Patienten gut verträglich sein. Der Patient sollte die Stimulation nach einer kurzen Einübungs- und Anpassungszeit auf verlässliche Art bestimmen können. Der gewünschte Trainingsmodus sollte ohne Schmerzen oder unangenehmem Gefühl im paretischen Körperteil angewendet werden können. Die Anwendung des Gerätes sollte zu einem verbesserten Aktionsradius sowie Bewegung bei den betroffenen Gelenken führen.
    Fortschritt: Es wurden Elektroden entworfen und dann entwickelt zur Messung von EMG Signalen und zur Stimulation des Muskels, in welchem diese EMG Signale gemessen worden sind. Es wurde eine Laborversion des EMG-regulierten Stimulators entwickelt. Dieses Gerät ist fähig, zwei EMG Signale zu verarbeiten und diese zur Regelung von Auslösen und Abschalten von Stimulationsimpulsen aus vier Stimulationskanälen anzuwenden.
    Pläne für die Zukunft: Die dreipoligen Elektroden und der EMG-kontrolierte Stimulator werden auf einer Anzahl Personen mit halbseitiger Lähmung getestet werden. Nachdem das System verkleinert worden ist, werden die Versuchspersonen das Gerät für das Heimtraining benützen, und die Wirksamkeit des Einsatzes wird evaluiert werden.
    Zi-Ping Fang, PhD et.al. Cleveland FES Center, USA

    Biofeedback und funktionelle elektrische Stimulation bei der Rehabilitation nach einem Schlaganfall

    Diese Studie hat die Wirksamkeit funktioneller elektrischer Stimulationsbehandlung (FES) und der Biofeedbackbehandlung (BFB) von Gehstörungen bei halbseitig gelähmten Schlaganfallpatienten untersucht. Diese beiden Arten von Therapien wurden einzeln und in Kombination mit einem zukünftigen kontrollierten randomisierten Versuch getestet. Die Authoren haben die Hypothese aufgestellt, dass diese beiden Arten von Therapien sich bei gleichzeitiger Anwendung gegenseitig ergänzen würden. Drei-und-dreissig halbseitig gelähmte Patienten, die sich in Rehabilitation nach einem Schlaganfall befanden, sind in die Studie aufgenommen worden. Sie sind randomal in vier Gruppen aufgeteilt worden, wobei eine Gruppe FES, eine BFB, eine die kombinierte Therapie erhielten und die vierte Gruppe war die Kontrollgruppe. Jeder Patient erhielt während sechs Wochen drei Mal wöchentlich eine 30-minütige Behandlung, dies nebst dem allgemeinen Rehabilitationsprogramm. Während der Versuchstherapie und in den darauffolgenden vier Wochen wurden bei jeder Versuchsperson zweimal pro Woche eine quantitative Analyse vorgenommen. Zwei-und-dreissig Versuchspersonen haben die Studie zu Ende mitgemacht. Die kombinierte Therapie mit BFB und FES haben statistisch bedeutenden Fortschritt gebracht im minimum Bewegungswinkel in Knie und Knöchel während der Schwungphase, mit p = 0.05 beziehungsweise p = 0.02. Ganggeschwindigkeit, Wiederholungszeit und symetrische Haltung haben sich ebenfalls verbessert. Die Zeitdauer, die seit dem Schlaganfall verstrichen war, hat sich als unbedeutender Faktor erwiesen.
    Cozean C.D. et.al. Ohio State University, Arch Phys Med Rehabilitation

    Doppeltherapie hat sich als Hilfe für die Rehabilitation von einem Schlaganfall erwiesen

    Eine Kombinationstherapie, die spezifische Übungen mit elektrischer Stimulation der Muskeln kombiniert, kann Patienten mit einem infolge eines Schlaganfalles geschwächten Arm helfen, meint eine Studie. Forscher an der University of Florida, Gainesville, haben festgestellt, dass Patienten nach 2 Wochen Doppeltherapie bessere Armfunktion wiedergewonnen haben im Vergleich zu denen, die keine Doppelbehandlung erhalten hatten. Dr. James H. Cauraugh und Snagbum Kim haben in der Juni 2002 Ausgabe des Stroke: Journal of the American Heart Assocation über ihre Befunde berichtet. Ein Teil der Kombinationstherapie besteht darin, dass Elektroden auf den Vorderarm des Patienten befestigt werden, zur Stimulation ihrer arbeitenden Muskeln während sie verschiedene Aufgaben ausführen wie z.B. den Arm nach etwas austrecken, etwas in der Hand halten und kleine Klötze herumschieben. Dieser kleine Stromstoss ist unter dem Namen von Elektromyographisch getriggerte neuromuskuläre Stimulation, oder EMG getriggerte Stimulation bekannt. Im zweiten Teil der Therapie wird der Patient dazu aufgefordert, mit beiden Armen, dem vom Schlaganfall betroffenen und dem gesunden, Bewegungen auszuführen. Im Gegensatz zur Bewegung nur der betroffenen Seite wird angenommen, dass solche beidseitige Bewegungen potentionelle neue Nervenbahnen finden, zur Unterstützung des geschwächten Körperteiles. Cauraugh hat Reuters Health erzählt, dass die elektrische Stimulationstherapie, welche seiner Ansicht nach in den letzten 5 Jahren immer beliebter geworden sei, den Hintermuskeln des Vorderarmes einen "Zusatzantrieb" gebe und damit dem Patienten helfe, sein Armgelenk und Finger zu strecken. Es gibt nur wenige Studien, die beidseitige Bewegungen in der Schlaganfallrehabilitation untersucht haben. Forscher haben jedoch schon lange gewusst, dass die Ausführung einer selben Bewegung mit beiden Armen die Bewegung des einzelnen Armes erleichert, so Cauraugh. "Wenn dasselbe Bewegungssignal an beide Arme gesendet wird, dann wird die Bewegung leichter ausgeführt," hat er erklärt. Ausserdem meint er, dass die Kombination von EMG Stimulation und beidseitigen Bewegungen "von der Kraft jedes Armes profitiert". Um diese Idee zu testen, haben die Forscher aus Florida 10 Patienten mit der kombinierten Therapie trainieren lassen und weitere 10 haben elektrische Stimulation erhalten und dabei nur den geschwächten Arm bewegt. Eine dritte "Kontrolgruppe", bestehend aus 5 Patienten, hat nur mit ihrem geschwächten Arm Übungen gemacht, ohne elektrische Stimulation. Alle Patienten haben ihren Schlaganfall mindestens ein Jahr vor Beginn der Studie erlitten und an andauernder Schwäche in einer Seite des oberen Körperteils gelitten. Nach zwei Wochen Therapie haben die Leistungen der Gruppe der "beidseitiger Bewegungen/Stimulation" die beiden andern Gruppen in Bewegungstests und Muskelkontraktionstests übertroffen, so laut Bericht. Die Forscher haben ausserdem bedeutende Fortschritte bei denjenigen Patienten festgestellt, die EMG getriggerte Stimulation erhalten haben, wobei sie nur den betroffenenen Arm bewegt hatten. Sie konnten z.B. auch mehr Klötze herumschieben als die Patienten in der Kontrollgruppe, und zeigten kürzere Reaktionszeiten wenn dazu aufgefordert, ihr Handgelenk oder die Finger zu bewegen. Die Forscher weisen jedoch darauf hin, dass der noch grössere Fortschritt in der Gruppe der beidseitigen Bewegungen/Stimulation darauf hindeutet, dass die beiden Methoden gemeinsam "besser als eine alleine" sind. Cauraugh möchte weiter untersuchen, wie das verletzte Hirn sich mit Hilfe von Verhaltenstherapien "von neuem organisieren" kann und diejenigen ausfindig zu machen, welche die optimalste Wiedererlangung von Bewegung erzielen können.
    Amy Norton Reuters Health
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